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Wenn es darum geht die Rückkehr zur Arbeit zu planen, so eignen sich neben der Arbeitsplatzabklärung vor Ort, der Leistungserprobung mit Hilfe «Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit, EFL» auch die Erfassung der subjektiven Selbsteinschätzung der Leistungsfähigkeit. Letztere ist die letztlich relevante Grösse für die Bereitschaft eines Klienten, bei der Arbeit oder im Alltag diese oder jene Belastungen zu tolerieren. In vielen Fällen stimmt die Selbsteinschätzung mit der Realität überein. Es kommt jedoch nicht selten vor, dass jemand sich unter- oder auch überschätzt. Ersteres ist oft mit Schonverhalten und längerer körperlicher Inaktivität verbunden, letzteres geht oft mit häufiger Überforderung und Überbelastung einher, was bezüglich Gesundheit natürlich ebenso problematisch ist.

Für die Selbsteingeschätzte Leistungsfähigkeit hat sich im deutschsprachigen Raum als „PACT“ (Engl. Spinal Function Sort) sehr bewährt, der aufgrund 500 Fotos von typischen Belastungssituationen in Arbeitswelt und Alltag 1989 entwickelt und veröffentlicht wurde. Es bestand jedoch der Bedarf den Fragenkatalog und die Bilder zu erneuern und zu erweitern. Dies hat die Autoren dazu bewogen den M-SFS unter Einbezug von Patienten und Experten, sowie statistischen Kriterien und Berücksichtigung der Evidenz aus Forschungsergebnissen den Modified Spinal Function Sort (M-SFS) zu entwickeln Das Bildmaterial wurde neu erstellt und entsprechend den 20 Fragen angepasst. Die Zuverlässigkeit und Validität des M-SFS wurde überprüft und in mehren peer-reviewed Fachjournals publiziert. Es wird empfohlen künftig den M-SFS (anstatt PACT) mit der Evaluation der Funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) zu verwenden.

Ansprechperson: Dr. Maurizio Trippolini
Kontakt: maurizio.trippolini@bfh.ch


Literatur

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=%22m-sfs%22&sort=pubdate